Das Handwerk in der deutschen Presse 

Presse News rund um das Handwerk

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Presseorgane der Handwerkskammern.

Deutsche Handwerkszeitung

Deutsches Handwerksblatt / DHB

Kaum Fundiertes – manche Perlen.

Ein paar Dinge sind doch erstaunlich! Das Thema Handwerk ist relativ unterbelichtet vertreten in der deutschen Presse Landschaft. Oft sind es nur Tagesmeldungungen der großen Presseagenturen, die weiter verarbeitet werden. Viele Artikel unterschiedlicher Zeitungen lesen sich dann in etwa gleich. Das war mir vor der Recherche für diesen Blog noch gar nicht aufgefallen.

Und es scheint auch bei anderen Themen ähnlich zu sein. Ich habe das exemplarisch angetestet – es ist geradezu erschreckend. Denn ich finde kaum von den Medien selbst recherchierte Artikel zum Thema Handwerk. Meist ist es nur rudimentär aufbereitetes und angehübschtes Material der Agenturen. Ja, manche Artikel sind geradezu armselig in ihrem Inhalt. Denn man kann anscheinend auch aus einem 2-Zeiler der Agenturmeldung einen nichtssagenden Artikel basteln. Dann aber doch bitte angereichert mit zusätzlich recherchierter Info und ergänzenden Fakten. Dem ist aber nicht so, leider. Da reicht es dann auch oft aus, nur einen News Ticker zu lesen.

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Die großen Tageszeitungen.

Am Besten schneiden noch die überregionalen Tageszeitungen FAZ, SZ, taz, Die Welt, Die Zeit und auch, für mich erstaunlich, die Bild ab. Letztere teilweise zwar mit, aus meiner Sicht, etwas martialischeren Überschriften. Aber immerhin, Bild ist relativ breit aufgestellt, im Vergleich. Und die Artikel selbst haben weit mehr Substanz und Niveau, als erwartet. Wieder einmal ein Vorurteil entdeckt.

Die taz sticht hervor, mit Artikeln, die über den Tellerrand des Handwerks hinausgehen. Hinein, ins Soziale und Gesellschaftspolitische. Und sie bietet eine Linkliste ihrer Artikel zum Thema Handwerk an. Hallo taz, das ist Klasse. Vielleicht habe ich so etwas aber bei den anderen einfach nicht gefunden, zu versteckt. 

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Wochenmagazine & -Zeitungen.

Auch Wochenmagazine, wie Spiegel, Focus und Die Zeit, behandeln das Thema meist in guter Qualität. Der Focus gefällt mir persönlich mit am besten. Viele Artikel werden hier publiziert. Insbesondere werden auch regionale und länderspezifische Belange vorgestellt. Gut gemacht Focus.

Die angesehenen Magazine halten größtenteils, was sie versprechen. Hier wird nicht einfach nur simpel eine Kurzmeldung gepimpt. Klassische redaktionelle Bearbeitung mit Qualität können und wollen sich anscheinend nur noch Wenige leisten. Das Online Zeitalter und der harte Wettbewerb fordern inzwischen wohl ihren Tribut. Auch bei den Edel-Magazinen. Wohl dem der Widerstehen kann, wirtschaftlich und redaktionell.

Zu erwähnen ist noch die Wirtschaftswoche, die auch sehr solide und fundierte Artikel zum Thema Handwerk anbietet. Meist tut sie das vom wirtschaftlichem Blickpunkt aus. Was aber ihrer redaktionellen Ausrichtung entspricht und daher so auch völlig in Ordnung ist.

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Fachzeitschriften für Haus und Garten.

Besonders enttäuscht war ich von den auflagenstarken Lifestyle Fachzeitschriften zum Thema Haus, Garten, Wohnen. Bei Schöner Wohnen, Das Haus, Wohnglück oder Landlust habe ich wenig zum Thema Handwerk und Handwerker finden können. Eher DIY im Umsetzten eines bestimmten Lifestyles. Das ist wohl auch die Zielgruppe, aber, ist diese wirklich so genügsam? Ich dachte eigentlich es sind vor allem Haus- und Gartenbesitzer, die private Aufträge Handwerker vergeben.

Online konnte ich leider kein Erscheinungsdatum finden. Ich habe es gesucht, vielleicht aber übersehen. Meiner Meinung nach sollte es deutlich beim Titel und Autor zu finden sein. Oder unter dem Aufmacher Bild, oder am Ende des Artikels, anyway. Bei zeitlosen Artikeln mag das zwar keine Rolle spielen. Bei einem Handwerker Gehältervergleich oder dem Vergleich von Handwerker Stundensätzen, nach Regionen, wäre es schon sehr wichtig zu wissen von wann der Artikel ist. Wurde der Artikel bereits im 20. Jahrhundert geschrieben? Oder ist er aktuell und daher interessant und aussagekräftig.

Gerade die Haus und Grundbesitzer könnten doch Infos zum Umgang mit Handwerkern sehr gut gebrauchen. Zum Wartungsvertrag für die Heizungsanlage oder zu Preisvergleichen für die Fassadenrenovierung. Wie vergebe ich einen Auftrag richtig und, wie ist der Bezahlungsablauf?, . Das richtige Vorgehen bei Ausführungsmängeln und Problemlösungen und Ideen aller Art beim Ungang mit dem Handwerker sind gefragt.

Ist meine Ansicht. Die vier wichtigsten Haus & Garten Journale sind in den Top 30 der auflagenstärksten deutschen Publikationen. So kennen sie Ihre Zielgruppe sicher sehr gut. Übrigens, der Spiegel folgt im Auflagenranking erst auf Platz 31. Hätte ich nicht gedacht. (Leider habe ich nur Zahlen aus dem Jahr 2014, sorry, ich versuche das zu aktualisieren.)

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Offizielle Presseorgane der Handwerkskammern.

Die Artikelauswahl empfinde ich als etwas sehr unternehmer- und marketinglastig. Aber das ist ja auch die Zielgruppe. Dennoch, etwas mehr Empathie Vermittlung, zum besseren Verständnis der privaten Auftraggeber und Ihren Bedürfnissen, könnte es schon sein. Für mich sind es einfach zu viele Beiträge mit der Haupt-Message: Das Handwerk ist toll, wir sind toll, ihr seid toll. Und die Handwerkskammern, Innungen, Gremien und alle ihre Repräsentanten sind auch und besonders toll. Den interner Schnickschnack zu stellvertretenden Vorsitzenden, Vorsitzenden, Ehrungen, Kongressen etc empfinde ich als zu häufig und intensiv vorgetragen. Aber irgendwie ist es wohl, wie bei einem Verein. Die Mitglieder interessiert vielleicht der Ratsch und Tratsch mit am meisten.

Aber es gibt auch viele branchenspezifische, wichtigere Beiträge zu Terminen, Gesetzesänderungen und Strategien. Wünschenswert, wäre aus meiner Sicht, mehr Ausbildung für das Handwerk. Vor allem auch zum Umgang mit dem Kunden. Transparente Angebotserstellung, Auftragsbeschreibung, zeitliche Abläufe, Kostenvoranschläge, Zahlungsabläufe usw. Im Prinzip ist es genau das, was auch mein Anliegen an die Haus und Garten Magazine war. Nur umgekehrt, diesmal aus der Sicht der Handwerksbetriebe auf Ihren Partner, Kunden und Auftragnehmer.

Denn wir wissen doch alle, wie wichtig das Handwerk ist. Gerade die Zielgruppe, die ausgelasteten Handwerker wissen das bereits. Etwas mehr Kundenperspektive würde manchen Artikeln gut tun.

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